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Garten winterfest machen:

Tipps und Tricks für die Gartenpflege im Herbst

Naturschutz: So können Sie Tieren im Winter eine Freude machen
Im Sinne einer nachhaltigen Gartengestaltung, an dem Meschen und Tiere ganzjährig Freude haben, möchten wir Ihnen folgende Tipps ans Herz legen, die einfach umzusetzen sind und gleichzeitig einen großen Beitrag zum Naturschutz leisten:

  1. Gerade die Vögel freuen sich, wenn Obststräucher nicht vollständig zurückgeschnitten werden und somit im Herbst und Winter weiter Futter bieten. Auch Blumensamen dienen als Futterquelle und dürfen bleiben.
  2. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, etwas Laub im Garten liegen zu lassen? Kleintiere wie beispielsweise Igel werden es Ihnen danken und suchen einen warmen Unterschlupf für den Winter. Auch für Kinder immer wieder ein Highlight, wenn ein Igel in Ihrem Garten überwintert!

Herbstliche Blickfänge bereichern Ihren Garten

Im Herbst wird das natürlich besonders augenfällig beim Laub von Bäumen und Sträuchern: Arten, die nach dem Grün und bevor es ans Laubfegen geht, ihre Blätter noch in sonnigem Gelb, sattem Orange oder leuchtendem Rot präsentieren, bedeuten eine echte Bereicherung fürs Gartenbild. Ebenso Gräser: Sie sind ein idealer Spielgefährte für den Herbstwind, weil sich ihre Halme und Blütenstände so wunderbar geschmeidig biegen und sie mit ihren filigranen Strukturen den Garten um ganz eigene Aspekte bereichern. Im Zusammenspiel mit spätblühenden Stauden wie Astern oder Herbst-Anemonen lassen sie zudem charakterstarke Gartenbilder erstehen – doch auch diese Pflanzen wollen fachgerecht gepflegt sein, damit sie den Winter schadlos überstehen.

Insgesamt schalten die Pflanzen im Herbst einen Gang zurück – der perfekte Zeitpunkt, um Ihren Garten winterfest zu machen. Sie müssen einige Arbeiten erledigen, damit Ihr grüne Wohlfühloase auch im Frühjahr wieder in voller Blüte zum Leben erwacht. Wir haben Ihnen einige Tipps und Tricks zusammengestellt, die bei der Gartenpflege im Herbst eine besondere Rolle spielen.

Zusammengefasst ist die wesentliche Aufgabe, die Pflanzen und Bäume zurückzuschneiden und sie vor Frost und Kälte zu schützen. Da verschiedene Pflanzenarten auch unterschiedliche Behandlungen benötigen, schlüsseln wir Ihnen die notwendigen Tätigkeiten je Gewächs auf.

Staudenbeete
Nach den ersten Frösten müssen die Stauden zurückgeschnitten werden. Dabei sollten stark wuchernde Stauden wie Astern, Knäuelglockenblumen oder Frauenmantel durch teilweises Entfernen der Wurzelstöcke in ihrer Ausuferung eingeschränkt werden. Auch eine Bodenlockerung durch Hacken und Umstechen ist wichtig. Storchenschnabel, Schwertlilien, etc. steigen mit ihren Wurzeln gerne aus dem Boden heraus, hier wäre eine Kompostgabe für die Abdeckung der Wurzeln von Vorteil.

Obstbäume
Mit dem Schnittzeitpunkt und dem fachgerechten Schnitt können Sie nicht nur das Wachstum, sondern auch die Fruchtbarkeit beeinflussen. Dabei kann der richtige Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt von Art zu Art variieren. Vor allem mit dem Rückschnitt stark wachsender Quitten-, Apfel-, und Birnenbäume sollten Sie bis zum Spätwinter warten. Nur Pfirsichbäume bilden dabei eine Ausnahme, sie werden erst im Frühjahr beim Austrieb geschnitten.

Rosen

Rosen brauchen eine etwas intensivere Pflege vor dem harten Winter, damit sie sich im Frühjahr wieder optimal entfalten können. Zunächst sollte ein leichter Rückschnitt (nur Kaputtes wegschneiden) auf eine einheitliche Höhe erfolgen, bei Hagebutten sind zusätzliche die Früchte zu entfernen. Darüber hinaus sollten die Astgabelungen der Rosensträucher nach Kompost- oder Mistgabe mit Erde deutlich abgedeckt werden, um bestmöglichen Schutz zu bieten. Auch eine leichte Beschattung mit Reisig ist möglich.

Achtung: Anbringung von Vlieshauben bei Rosenstämmchen nicht vor Mitte November!

(Zier-)Gräser
Gräser wie beispielsweise Lampenputzer, Chinaschilf, Pampasgras, Steppenhafer oder Waldschmiele, dürfen im Herbst auf keinen Fall zurückgeschnitten werden. Zwar halten auch diese Pflanzen „Winterschlaf“ und stellen ihr Wachstum ein - ihre Blütenrispen sind jedoch ein Blickfang in den kalten Monaten und sehen gerade bei Frost nahezu magisch aus. Doch außer der bezaubernden Optik gibt es noch einen weiteren Grund:  Aufgrund der hohlen Stengel würde Wasser bis in die Wurzeln vordringen und so Frostschäden verursachen. Deshalb muss der Horst vor Winternässe geschützt werden.

Rasen/Wiese

Hier ist darauf zu achten, dass die Grasnarbe vor dem ersten Schneefall nicht zu hoch ist. Ansonsten besteht die Gefahr von Schneeschimmel. Eine kalibetonte Düngung mit „Cuxin Herbstdünger“ im Oktober oder November fördert die Winterhärte des Rasens – bei weiteren Fragen sprechen Sie uns gern an.

Blumenzwiebeln

Auch im Herbst ist Pflanzzeit! Blumenzwiebeln wie Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Krokus, Blaustern uns weitere werden bereits jetzt eingelegt. Allerdings gilt auch bei Herbstpflanzungen wie immer beim Pflanzenkauf: Pflanzenwissen tut not, um Arten und Sorten auszuwählen, die sowohl untereinander harmonieren als auch am vorgesehenen Standort gut zurechtkommen. Und wer gezielt Herbstbilder pflanzen möchte, muss natürlich wissen, welche Vertreter in dieser Jahreszeit zu Hochform auflaufen.

Schneedruckgefährdete Pflanzen

Pflanzen wie Säulenwacholder, Ginster oder Bambus sollten rechtzeitig zusammengebunden werden, damit sie den Winter überstehen.

Dachbegrünung

Bei einer Dachbegrünung ist ein Kontrollgang im Herbst von Nöten, um gegebenenfalls den Fremdbewuchs durch Samenanflug zu entfernen und die Kontrollschächte zu überprüfen und zu reinigen.

Viel Erfolg beim Einwintern wünscht

Balbina Fuchs

 

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