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Bambus gehört zur Familie der Süßgräser und ist nicht nur robust, sondern auch recht anspruchslos – Schädlinge und Krankheiten sind bei uns so gut wie nicht bekannt. Neben horstartig wachsendem Bambus wie Schirmbambus (Fargesia) gibt es eine ganze Reihe Ausläufer bildender Arten wie Flach-Rohrbambus (Phyllostachys) und Zwergbambus (Sasa) – und genau da entscheidet sich, wie viel Pflege nötig ist.
Rhizomsperre: die wichtigste Vorsorge
Damit sich ausläuferbildende Bambusarten nicht ungehindert im Garten ausbreiten und mitunter große Schäden anrichten, brauchen sie eine Wuchsbegrenzung. Die aus stabiler Folie hergestellte Rhizomsperre (Wurzelsperre) wird bei der Pflanzung etwa 70 cm tief in den Boden eingegraben, fünf Zentimeter bleiben als Rand über der Erde stehen. So werden unterirdische wie nach oben wachsende Rhizome zurückgehalten.
Bewässerung
Alle Bambussorten sind windempfindlich und vertragen keine längeren Trockenphasen – Staunässe allerdings auch nicht. Rollen sich im Sommer die Blätter auf, braucht die Pflanze dringend Wasser. Auch im Winter sollten Sie an frostfreien Tagen gießen, um Frosttrocknis an den immergrünen Pflanzen zu vermeiden. Bambus in Rhizomsperren ist auf regelmäßige Wassergaben angewiesen.
Düngung
Bambus hat als vitaler Wachser einen hohen Nährstoffbedarf. Sobald im Frühjahr die neuen Triebe sichtbar werden, braucht das Gras eine stickstoffbetonte Düngung – zwischen März und Juni bis zu dreimal. Im August wird letztmalig gedüngt, damit der Bambus genügend Nährstoffe einlagern kann; spätere Düngegaben senken die Frosthärte.
Bambus zehrt viel vom Spurenelement Silizium – achten Sie bei der Düngerauswahl auf entsprechende Angaben. Silizium steckt übrigens auch in den herabfallenden Blättern, die man deshalb ruhig liegen lassen kann. Besonders Bambus in Rhizomsperren ist auf regelmäßige Nährstoffzufuhr angewiesen.
Schnitt
Bodendeckender Bambus wie Buschbambus (Pleioblastus) oder Zwergbambus sollte jährlich im Frühjahr vor dem Austrieb stark zurückgeschnitten werden, da er nach dem Winter oft unansehnlich wird. Bambus kann auch in der Höhe eingekürzt werden – er wird dadurch buschiger, verändert aber sein typisches Erscheinungsbild und lässt sich so zu einer grünen Heckenwand ziehen.
„Bambustypischer" ist das Herausschneiden zu hoher Halme: Einzelne Halme aufrecht wachsender Arten wie Flachrohr- oder Schirmbambus werden in ausgewachsenen Beständen maximal 8 Jahre alt. Sie sollten regelmäßig zwischen November und April bodennah abgeschnitten werden – das fördert den Austrieb neuer, dicker Halme und bringt Licht für die Unterbepflanzung.
Bambus als Hecke
Bambus als Heckenpflanze wird immer beliebter, denn kaum eine Pflanze verdeckt unerwünschte Ausblicke so schnell und wirksam. Der Schirmbambus eignet sich wegen seiner kompakten Wuchsform und guten Schnittverträglichkeit besonders gut – und er bildet keine Ausläufer, weshalb auf eine Rhizomsperre verzichtet werden kann.
