
Zum Ausdrucken und Abheften – kostenlos herunterladen.
Eine automatische Bewässerungsanlage nimmt Ihnen im Sommer viel Arbeit ab – vorausgesetzt, sie wird regelmäßig kontrolliert und fachgerecht durch den Winter gebracht. Die meisten Schäden an Bewässerungsanlagen entstehen nicht im Betrieb, sondern durch Frost in nicht entleerten Leitungen. Mit wenigen wiederkehrenden Handgriffen bleibt die Anlage über viele Jahre zuverlässig.
Saisonstart im Frühjahr
Nehmen Sie die Anlage erst in Betrieb, wenn keine strengen Fröste mehr zu erwarten sind. Öffnen Sie die Wasserzufuhr langsam, damit sich die Leitungen ohne Druckschlag füllen. Lassen Sie danach jede Bewässerungszone einzeln laufen und prüfen Sie:
- Fahren alle Versenkregner vollständig aus und wieder ein?
- Sind Wurfweite und Sprührichtung noch korrekt?
- Gibt es nasse Stellen im Rasen oder Beet, die auf eine undichte Leitung hindeuten?
Kontrollieren Sie auch die Batterie der Steuerung bzw. der Ventilboxen, falls vorhanden – ein Batteriewechsel zum Saisonstart erspart Ausfälle im Hochsommer.
Betrieb über den Sommer
Bewässern Sie bevorzugt in den frühen Morgenstunden: Die Verdunstung ist gering, und die Pflanzen können abtrocknen. Besser selten und durchdringend wässern als täglich oberflächlich – das gilt für Rasenflächen genauso wie für Pflanzbeete. Passen Sie die Laufzeiten der Witterung an: Nach Regenphasen darf die Anlage ruhig einige Tage pausieren. Ein Regensensor oder eine wetterbasierte Steuerung übernimmt das automatisch.
Düsen und Filter kontrollieren
Verkalkte oder verstopfte Düsen sind die häufigste Ursache für ungleichmäßige Bewässerung. Prüfen Sie das Regnerbild ein- bis zweimal pro Saison und reinigen Sie Düsen und Feinsiebe bei Bedarf. Bei Tropfrohren zeigt sich eine Verstopfung oft erst an welkenden Pflanzen – hier hilft gelegentliches Spülen der Leitung am Endstück. Anlagen mit Zisternen- oder Brunnenwasser haben in der Regel einen zentralen Filter, der regelmäßig gereinigt werden sollte.
Smart-Steuerung
Moderne Steuerungen lassen sich per App bedienen und passen die Wassermenge an Wetterdaten an. Das spart Wasser und Zeit – ersetzt aber nicht den Blick in den Garten: Kontrollieren Sie gelegentlich, ob die automatisch berechneten Laufzeiten zum tatsächlichen Zustand der Pflanzen passen. Nach einem Stromausfall oder Router-Wechsel lohnt ein kurzer Funktionstest der Verbindung.
Einwinterung – der wichtigste Termin des Jahres
Vor dem ersten Frost muss die Anlage vollständig entleert werden. Restwasser in Leitungen, Ventilen und Regnern dehnt sich beim Gefrieren aus und sprengt Bauteile. Die sichere Methode ist das Ausblasen der Leitungen mit einem Kompressor, Zone für Zone, bis nur noch Sprühnebel austritt. Wasserzufuhr schließen, Steuerung auf Winterbetrieb stellen oder ausschalten, frostempfindliche Bauteile wie Wasserzähler oder außenliegende Filter ausbauen und frostfrei lagern.
