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Eine gut geplante Gartenbeleuchtung setzt Bäume, Mauern und Wege in Szene und macht den Garten auch abends nutzbar. Die Technik ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei: Schmutz, Witterung und wachsende Pflanzen verändern über die Jahre sowohl die Lichtwirkung als auch die Betriebssicherheit. Ein bis zwei Kontrollgänge pro Jahr reichen in der Regel aus.
Leuchten reinigen
Verschmutzte Gläser und Abdeckungen schlucken erstaunlich viel Licht. Reinigen Sie Leuchtengläser und Reflektoren ein- bis zweimal jährlich mit weichem Tuch, Wasser und mildem Reiniger – keine Scheuermittel, sie zerkratzen Glas und Kunststoff. Bei Bodeneinbauleuchten zusätzlich Laub, Erde und Splitt von der Abdeckung entfernen, damit sich keine Feuchtigkeit staut und das Glas nicht überhitzt. Kalkränder von Beregnungswasser lassen sich mit handelsüblichen Glasreinigern abnehmen.
Kabel, Verbinder und Gehäuse kontrollieren
Prüfen Sie bei der Reinigung gleich den Zustand der Anlage:
- Sitzen Leuchten und Erdspieße fest, stehen sie noch gerade?
- Sind Gehäuse, Dichtungen und Gläser unbeschädigt? Beschlagene Gläser deuten auf eine defekte Dichtung hin.
- Sind sichtbare Kabelabschnitte und Verbinder intakt – keine Scheuerstellen, keine freiliegenden Adern?
- Liegen Erdkabel dort, wo gegraben oder gepflanzt werden soll? Vor Pflanzarbeiten an den Kabelverlauf denken.
Leuchtmittel und LED
Moderne Anlagen arbeiten fast ausschließlich mit LED. Viele Leuchten haben fest verbaute LED-Module mit sehr langer Lebensdauer – fällt ein solches Modul aus, wird es je nach Bauart als Einheit getauscht; hier sind die Herstellerangaben maßgeblich. Bei Leuchten mit wechselbarem Leuchtmittel achten Sie beim Tausch auf gleiche Spannung, Fassung und Lichtfarbe, damit das Lichtbild einheitlich bleibt. Ein flackerndes oder ausgefallenes Segment kann auch am Trafo oder an einem Verbinder liegen – nicht immer ist das Leuchtmittel schuld.
Ausrichtung nach Pflanzenwuchs
Der Garten wächst – die Beleuchtung bleibt stehen. Ein Strahler, der vor drei Jahren eine junge Felsenbirne perfekt angestrahlt hat, leuchtet heute vielleicht nur noch in die untere Krone. Kontrollieren Sie die Lichtwirkung einmal jährlich bei Dunkelheit: Strahler nachjustieren, zugewachsene Leuchten freischneiden und prüfen, ob das Licht blendfrei bleibt – auch mit Blick auf Nachbarn und Straße. Nach Rückschnitt oder Neupflanzungen lohnt derselbe Kontrollgang.
Steuerung und Betriebszeiten
Dämmerungssensoren und Zeitschaltuhren gelegentlich prüfen und nach der Zeitumstellung anpassen. Kürzere Leuchtzeiten sparen Strom und kommen Insekten und anderen Nachttieren zugute: Beleuchten Sie gezielt und nur so lange, wie der Garten tatsächlich genutzt wird. Warmweiße Lichtfarben sind für die Tierwelt verträglicher als kaltweißes Licht.
