Gräser pflegen
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Gräser pflegen

Schnitt, Düngung und Winteraspekt

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Gräser sind der grüne Rahmen für farbenfrohe Staudenbeete. Besonders in der zweiten Jahreshälfte haben die pflegeleichten Begleiter ihren großen Auftritt – oft mit spektakulärer Herbstfärbung und dekorativer Blüte. Mit Raureif oder Schnee bedeckt zählen sommergrüne Arten wie Chinaschilf, Gartensandrohr und Lampenputzergras zu den schönsten Winterschmuckaspekten im Garten.

Über den Winter stehen lassen

Die alten Halme sind nicht nur dekorativ – sie schützen das Herz der Pflanze vor starken Frösten. Gegen hohe Schneelasten können die Halme zusammengebunden werden; das verhindert zugleich, dass alte Blütenstände und Blätter, etwa beim Chinaschilf, vom Wind im Garten verteilt werden. Neuere Sorten stehen durch die Züchtung allerdings recht stabil aufrecht.

Schnitt im Frühjahr

Sommergrüne Gräser werden vor dem Neuaustrieb zwischen Februar und April ebenerdig zurückgeschnitten. So wird verhindert, dass zu viel Feuchtigkeit in die Pflanze eindringt und Faulstellen entstehen; nach dem Rückschnitt treibt das Gras ungehindert neu aus. Bei immergrünen Gräsern wie der Riesen-Segge oder dem Blaustrahl-Wiesenhafer werden im Frühjahr nur die Frostschäden herausgeschnitten. Versamen sich Gräser aufdringlich, schneidet man die Fruchtstände vor der Samenreife herunter.

Vorsicht: Die Blätter mancher Gräser wie Chinaschilf und Pampasgras sind sehr scharfkantig – tragen Sie bei Schnittarbeiten Handschuhe.

Düngung mit Augenmaß

Bei der Neupflanzung sollten Ziergräser eine Grunddüngung erhalten – als Starthilfe eignen sich besonders organische Dünger wie Hornspäne, die ihre Nährstoffe langsam und gleichmäßig abgeben. Nach dem Frühjahrsrückschnitt kann einmalig ein Langzeitdünger (mineralisch oder organisch) verabreicht werden. Zu hohe Düngergaben führen jedoch schnell zu mastigem Wuchs, der die Gräser anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlinge macht.

Bewässerung nach Herkunft

Der Wasserbedarf lässt sich aus dem Ursprungsstandort ableiten: Präriegräser wie Rutenhirse und Blauschwingel stehen lieber trocken, Teichrandpflanzen wie manche Seggen und die Waldschmiele mögen einen feuchten Stand. Wer bei der Pflanzung den passenden Platz wählt, spart sich später viel Gießarbeit.

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Häufige Fragen

Antworten rund um Gräser

Wann schneidet man Ziergräser zurück?
Sommergrüne Gräser zwischen Februar und April, vor dem Neuaustrieb, ebenerdig. Immergrüne Gräser werden nicht komplett geschnitten – hier entfernt man im Frühjahr nur Frostschäden.
Warum soll man Gräser nicht schon im Herbst schneiden?
Die alten Halme schützen das Herz der Pflanze vor starkem Frost und verhindern, dass Feuchtigkeit eindringt und Faulstellen verursacht. Außerdem sind Gräser mit Raureif oder Schnee ein schöner Winterschmuck.
Muss ich Ziergräser düngen?
Nur zurückhaltend: eine organische Grunddüngung bei der Pflanzung (z. B. Hornspäne) und einmalig ein Langzeitdünger nach dem Frühjahrsrückschnitt genügen. Zu viel Dünger macht Gräser weich und anfällig für Pilze und Schädlinge.
Wie viel Wasser brauchen Gräser?
Das hängt von der Art ab: Präriegräser wie Rutenhirse oder Blauschwingel mögen es trocken, Teichrandpflanzen wie Seggen oder Waldschmiele bevorzugen einen feuchten Stand.
Was tun, wenn sich Gräser im Beet zu stark aussäen?
Die Fruchtstände vor der Samenreife herunterschneiden – dann bleibt die Aussamung im Zaum.

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