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Ein Hochbeet macht das Gärtnern bequem: rückenfreundliche Arbeitshöhe, lockeres Substrat und durch die Verrottungswärme der Füllung oft ein früherer Start ins Gartenjahr. Damit das so bleibt, braucht das Hochbeet ein wenig Zuwendung – vor allem beim Substrat, bei der Bewässerung und beim Material des Korpus.
Substrat auffüllen und erneuern
Die geschichtete Füllung eines Hochbeets sackt durch Verrottung jedes Jahr spürbar ab – das ist normal und kein Mangel. Füllen Sie im Frühjahr mit reifem Kompost und guter Pflanzerde nach, bis die Oberfläche wieder etwa eine Handbreit unter dem Rand liegt. Nach mehreren Jahren ist die Füllung weitgehend zersetzt und die Nährstoffwirkung lässt nach; dann lohnt es sich, das Beet komplett neu aufzusetzen – klassisch von grob nach fein: Äste und Häckselgut unten, darüber Grünschnitt und halbreifer Kompost, oben reifer Kompost und Erde. Ein engmaschiges Drahtgitter am Boden hält Wühlmäuse fern und sollte beim Neuaufsetzen geprüft werden.
Bewässerung
Hochbeete trocknen schneller aus als ebenerdige Beete – die Füllung ist locker, und die Wände erwärmen sich. In Trockenphasen heißt das: regelmäßig und durchdringend gießen, am besten morgens direkt an den Wurzelbereich. Eine Mulchschicht aus Grasschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit im Beet und spart Gießwasser. Bequem und gleichmäßig arbeitet eine Tropfbewässerung im Hochbeet, die sich auch an eine vorhandene Bewässerungsanlage anschließen lässt.
Fruchtwechsel und Düngung
Auch im Hochbeet gilt die alte Gärtnerregel: nicht jedes Jahr dieselbe Kultur an dieselbe Stelle. Wechseln Sie zwischen Starkzehrern (z. B. Tomaten, Zucchini, Kohl), Mittelzehrern (z. B. Salate, Möhren) und Schwachzehrern (z. B. Kräuter, Erbsen, Bohnen). In den ersten ein, zwei Jahren nach dem Aufsetzen ist das Beet besonders nährstoffreich – ideal für Starkzehrer; danach rücken Mittel- und Schwachzehrer nach, ergänzt durch Kompostgaben im Frühjahr. So bleiben Boden und Pflanzen gesund, und Krankheiten können sich nicht aufschaukeln.
Holz und Material pflegen
Holz-Hochbeete leben länger, wenn die Innenwände mit einer Noppen- oder Teichfolie vor dauerhafter Erdfeuchte geschützt sind – die Folie beim Nachfüllen auf Beschädigungen prüfen. Außen genügt es, das Holz sauber zu halten; wer streichen möchte, verwendet für Nutzbeete geeignete, unbedenkliche Anstriche. Lärche, Douglasie oder Eiche kommen auch unbehandelt viele Jahre aus und vergrauen dabei lediglich. Bei Metall- und Steinbeeten reicht die Sichtkontrolle auf Roststellen bzw. Risse; Scharniere und Aufsätze (z. B. Frühbeethauben) gängig halten.
Wintervorbereitung
Nach der letzten Ernte abgetragene Pflanzenreste entfernen, kranke Pflanzenteile nicht im Beet belassen. Das Beet muss im Winter nicht leer bleiben: Wintersalate, Feldsalat oder Spinat nutzen die Restwärme, alternativ schützt eine Gründüngung oder Mulchauflage das Substrat vor Verschlämmung und Auswaschung. Eine Abdeckung mit Vlies oder ein Frühbeetaufsatz verlängert die Saison an beiden Enden. Bewässerungsleitungen im Hochbeet vor dem Frost entleeren.
