Rhododendron und Kamelien pflegen
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Rhododendron und Kamelien pflegen

Standort, Boden und Pflege der Blühwunder

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Immergrünes Laub und unvergleichlich schöne Blüten: Das sind die beiden großen Vorteile von Rhododendren und Kamelien. Damit sie dauerhaft Freude bereiten, brauchen die Gehölze allerdings eine spezielle Behandlung – vom Standort über den Boden bis zur Wasserversorgung.

Der richtige Standort

Rhododendren und Kamelien mögen keine pralle Mittagssonne. Ideal ist ein Platz unter tiefwurzelnden, höherwachsenden Gehölzen; auch im Schatten von Gebäuden fühlen sie sich wohl. Einige Stunden Sonne werden gut vertragen – vorausgesetzt, in den heißesten Stunden des Tages sind die Pflanzen beschattet. Unter den Rhododendren eignen sich die klein bleibenden, kompakten Sorten von Rhododendron yakushimanum besser für sonnigere Standorte als die großblumigen Hybriden, deren Farben an halbschattigen Plätzen ohnehin besser zur Geltung kommen.

Pflanzen Sie Kamelien nicht an Standorte mit Morgensonne: Bei Frost entstehen dort durch die rasche Erwärmung gefrorener Pflanzenteile schnell Schäden – besonders an den dicken Blütenknospen.

Boden

Alle Rhododendren und Kamelien brauchen einen sauren und vor allem lockeren, humusreichen Boden. Leichte Lehmböden sind – mit Laubkompost angereichert – ideal für Kamelien, weil sie die lebenswichtige Bodenfeuchtigkeit für die Flachwurzler garantieren. Für Rhododendren sollte der Boden immer mit Moorbeeterde oder Torf aufgebessert werden, da ihre noch feineren Wurzeln die Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen versorgen müssen.

Für diese ursprünglich aus Waldregionen stammenden Gehölze ist eine bodendeckende Schicht aus Laubmulch wichtig: Sie sorgt für eine gleichmäßige Nährstoffversorgung mit Humus und schützt den Boden vor Austrocknung. Wegen der gleichen Ansprüche sind andere immergrüne Gehölze wie Lorbeerrosen (Kalmia) und Lavendelheide (Pieris) gute Pflanzpartner.

Düngung, Schnitt und Wasserversorgung

Im Februar/März wird der Dünger dünn im Wurzelbereich unter den Pflanzen ausgebracht – nachdem die zum Winterschutz verteilte Laubschicht entfernt und die Bodenoberfläche leicht gelockert wurde. Geschnitten wird nur, um die natürliche Wuchsform zu betonen; das fördert den Knospenansatz.

Da die Knospen nach dem Triebabschluss im Sommer angesetzt werden, dürfen die Pflanzen in dieser Zeit nie unter Trockenheit leiden – bei Kamelien droht sonst Knospenfall. Auch frisch gepflanzte Exemplare müssen in den ersten beiden Jahren zumindest bei anhaltender Trockenheit gut gewässert werden.

Gut zu wissen

  • Die abgeblühten Blütenstände der Rhododendren müssen nur aus optischen Gründen entfernt werden – die Samenbildung gehört zum natürlichen Verhalten und schwächt gesunde Pflanzen nicht.
  • Besonders winterhart sind Kameliensorten der Kreuzung Camellia x williamsii und einige Sorten von Camellia japonica; „Hagoromo" und „San Dimas" sind Spitzenreiter in puncto Winterhärte.
  • Wer duftende Blüten liebt: Rhododendron auriculatum ist winterhart, wird ein sehr großer Strauch und öffnet erst im Juli seine großen, reinweißen Blüten – der Duft erinnert an Königs-Lilien.

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Häufige Fragen

Antworten rund um Rhododendron und Kamelien

Welchen Boden brauchen Rhododendren und Kamelien?
Einen sauren, lockeren und humusreichen Boden. Für Rhododendren wird der Boden mit Moorbeeterde oder Torf aufgebessert, für Kamelien eignen sich leichte, mit Laubkompost angereicherte Lehmböden. Eine Laubmulchschicht schützt zusätzlich vor Austrocknung.
Muss man verblühte Rhododendronblüten ausbrechen?
Nein, nur aus optischen Gründen. Die Samenbildung gehört zum natürlichen Verhalten und schwächt gesunde Pflanzen nicht.
Warum wirft meine Kamelie die Knospen ab?
Meist wegen Trockenheit im Sommer: Die Knospen werden nach dem Triebabschluss angesetzt, und in dieser Zeit dürfen die Pflanzen nie unter Wassermangel leiden – sonst droht Knospenfall.
Welche Kamelien sind winterhart?
Besonders winterhart sind Sorten der Kreuzung Camellia x williamsii und einige Sorten von Camellia japonica – Spitzenreiter sind „Hagoromo" und „San Dimas". Wichtig ist zudem ein Standort ohne Morgensonne.
Vertragen Rhododendren Sonne?
Einige Stunden Sonne ja, pralle Mittagssonne nein – in den heißesten Stunden brauchen sie Schatten. Für sonnigere Standorte eignen sich die kompakten Sorten von Rhododendron yakushimanum besser als die großblumigen Hybriden.

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