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Strauchrosen, Bodendecker, Rambler, Beetrosen – bei kaum einer anderen Pflanzengattung ist die Vielfalt der Wuchsformen so groß. Es gibt Rosen für jeden Verwendungszweck: im Rosenbeet, in der gemischten Rabatte, an Klettergerüsten und Pavillons oder als unkomplizierte Bodendecker. Allen gemeinsam: Sie wollen richtig gepflegt und geschnitten werden.
Standort und Boden
Entscheidend für üppige Blüte ist der richtige Standort – stimmen die Bedingungen, ist die weitere Pflege leicht. Die meisten Rosen mögen einen lehmigen, tiefgründigen Boden mit ausreichend Nährstoffen. Sandböden erfordern eine besondere Sortenauswahl: Hier gedeihen Wildrosen und vor allem Neuzüchtungen unter den Bodendecker- und Kleinstrauchrosen sehr gut. Duftrosen kommen übrigens in der Nähe von Sitzplätzen und häufig begangenen Wegen am besten zur Geltung.
Schnitt
Ohne regelmäßigen Schnitt verkahlen Strauch- und Beetrosen, werden Rosenstämmchen unförmig und Kletterrosen unansehnlich. Dabei ist der Rosenschnitt mit wenigen Faustregeln erklärt:
- Hauptschnitt im Frühjahr, wenn kein starker Frost mehr droht – etwa Mitte März bis Mitte April. Dann ist erkennbar, welche Triebknospen kräftig sind.
- Krankes und totes Holz entfernen; geschnitten wird immer kurz oberhalb eines kräftigen Auges.
- Für eine üppige Nachblüte im Sommer regelmäßig Verblühtes entfernen: den Stängel drei bis vier Blattpaare unterhalb der Blüte kürzen.
- Neu gepflanzte Rosen werden stark zurückgeschnitten – keine Angst, das fördert Wachstum und Blütenreichtum. Ausnahme sind blühend gepflanzte Containerrosen, die ohne Schnitt gesetzt werden.
- Kletter- und Strauchrosen in den ersten beiden Jahren kaum schneiden, nur krankes und totes Holz entfernen – erst müssen sich starke Leittriebe bilden. Nach der Blüte im Herbst werden sie ausgelichtet.
Düngung
Rosen brauchen viele Nährstoffe, um den ganzen Sommer über neue Blüten zu bilden. Eine termingerechte, bedarfsgerechte Düngung ist deshalb Pflicht – und sie zahlt doppelt ein: Gut versorgte Rosen sind deutlich weniger anfällig für Rosenkrankheiten.
Pflanzenschutz
Nach den ersten warmen Tagen im Mai zeigen sich oft die altbekannten Rosenfeinde. Von den Pilzkrankheiten schaden Sternrußtau, Rost und Echter Mehltau am meisten. Sternrußtau und Rost breiten sich vor allem in regenreichen Sommern aus, dem Echten Mehltau genügt schon die nächtliche Taubildung.
Wichtigste Vorbeugung: Die Blätter müssen immer gut abtrocknen können. Sorgen Sie für Luftzirkulation, dünnen Sie zu enge Beete aus und gießen Sie so, dass das Laub trocken bleibt. Auch Pflanzenstärkungsmittel beugen Pilzinfektionen vor. Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliege werden zuerst mit natürlichem Pflanzenschutz bekämpft; nur wenn das nicht reicht, kommt im Einzelfall eine chemische Behandlung in Frage.
Einmal- und öfterblühende Sorten
Einmalblühende Rosen bilden nach der Hauptblüte in der Regel keine weiteren Blüten aus; durch einen Sommerschnitt zum richtigen Zeitpunkt können sie remontieren, also eine schwächere Nachblüte zeigen. Öfterblühende Rosen blühen dagegen bis zum ersten Frost fast ununterbrochen. Die Auszeichnung „Anerkannte Deutsche Rose" (ADR) erhalten Züchtungen, die in einer mehrjährigen Prüfung ohne chemische Pflanzenschutzmittel gesund bleiben und hohen Zierwert zeigen.
