
Saunahof am Moos – Alpenhof Murnau
Ein rundes Amphitheater aus Naturstein, Blockhaus-Saunen und Beete, die den Berg ins Tal holen – der Außenbereich eines Fünf-Sterne-Hauses am Murnauer Moos.
| Lage | Murnau am Staffelsee |
| Größe | – |
| Planung | Jan Vandebotermet |
| Ausführung | Fuchs baut Gärten GmbH – Gärtner von Eden |
| Fotografie | – |
| Auszeichnung | „Gärten des Jahres“ 2024 (Callwey) – Longlist |
„Einzigartige Lage am Murnauer Moos – modernes Design, natürliche Materialien, Raum zur Entfaltung und jede Menge Ruhe.“
Der Alpenhof Murnau ist ein Fünf-Sterne-Haus mit einer Lage, die man nicht kaufen kann: direkt am Murnauer Moos, dem größten erhaltenen zusammenhängenden Moor Mitteleuropas. Ein Hotel, dessen Küche und Wellness sich am Rhythmus der Natur orientieren, braucht einen Außenbereich, der dasselbe tut – daran arbeiten wir für dieses Haus seit Jahren: Planung Jan Vandebotermet, Bau und Pflege durch unser Team.
Gebaut haben wir in zwei großen Abschnitten: 2019 die Gartenanlagen mit dem Poolumfeld – Februar bis August, 41 Baustellentage. Fundamentplatte und 24 Meter Muschelkalk-Umrandung für den Außenpool, eine Trockenmauer aus Kalkstein-Schichtmauerwerk mit einer Verkleidung aus Ipé-Holz, rund 300 m³ Wallmodellierung – und markante Solitäre: mehrstämmige Felsenbirnen in Schirmform, fünf bis sechs Meter hoch, Fächerahorne, ein Kuchenbaum und Obsthochstämme alter Sorten wie Boskoop und Gravensteiner. 2022 folgte der Außenbereich der Saunalandschaft – März bis Juli, 38 Baustellentage: das Amphitheater, um das es auf dieser Seite geht.
Das Herzstück ist der Saunahof: ein rundes Amphitheater aus Natursteinmauern, in der Mitte eine Feuerstelle, ringsum Blockhäuser mit Legschindeldächern auf Natursteinsockeln. Wer aus der Sauna tritt, steht nicht auf einem Flur, sondern in einem Hof unter freiem Himmel. Über allem wacht ein Steinbock aus Drahtgeflecht – erst auf den zweiten Blick sichtbar, und die Gäste fotografieren ihn öfter als den Pool.
Die Beete am Pool sind das zweite Thema: Bergkiefer und Rostblättrige Alpenrose bringen den Berg ins Tal, Herbst-Anemone, Christrose und Iris strecken die Saison vom Frühjahr bis in den Winter, dazwischen Japanwaldgras, Blutgras ‚Red Baron‘, Zierlauch und im Frühjahr Tulpen in Mischung. Ein Hotelgarten hat keine Nebensaison – irgendetwas muss immer aussehen.
Material und Handwerk
Die Polygonalbeläge sind aus drei Natursteinen gemischt – Porphyr (rund 106 m²), Gneis Grigio und Quarzit Hellas (je rund 91 m²) – und liegen auf einer wasserdurchlässigen Dränbeton-Tragschicht: Regen versickert, statt zu stehen. Die Mauern sind aus Muschelkalk, Stainzer Gneis und Kalkstein geschichtet, die Stufen aus Granit-Großstein – Materialien, die Barfußwege, Schneeräumung und Hotelbetrieb gleichermaßen aushalten. Die Mauern treppen den Hang in Ebenen ab und machen aus dem Gefälle Sitzplätze. Wie so etwas gebaut wird, steht unter Mauern & Zäune.
Mit diesem Projekt standen wir auf der Longlist „Gärten des Jahres 2024“ des Callwey Verlags. Und der Ehrlichkeit halber: Das Poolbecken selbst stammt nicht von uns – von uns sind die Fundamentplatte darunter, die Muschelkalk-Umrandung und alles, was den Pool zum Ort macht. Alle unsere Hotelanlagen im Überblick: Hotels & Gastronomie.








Fotos: – · „Gärten des Jahres“ 2024 (Callwey) – Longlist
