
Wir machen die Stadt grüner
Ob Innenhof, Vorgarten, Firmengelände oder öffentlicher Platz: In der Stadt zu pflanzen ist etwas anderes, als einen Garten am Ortsrand anzulegen. Der Standort ist enger, die Bedingungen sind härter – und ohne Betreuung über die ersten Jahre hinaus geht es nicht auf.
Warum eine Pflanzung in der Stadt es schwerer hat
Zwischen Pflaster, Mauern und Fassaden steht jede Pflanze unter Druck. Es wird deutlich wärmer als im freien Gelände, weil Stein und Asphalt die Hitze speichern und nachts wieder abgeben. Regen erreicht den Wurzelbereich oft gar nicht, weil er auf versiegelter Fläche abläuft – Trockenstress ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.
Dazu kommt der Wurzelraum: Was oberirdisch großzügig aussieht, ist unterirdisch häufig ein knapp bemessener, verdichteter Ausschnitt zwischen Leitungen und Fundamenten. Ein Baum, der dort 30 Jahre stehen soll, braucht deshalb vor der Pflanzung eine ehrliche Einschätzung – und manchmal die Empfehlung, eine Nummer kleiner oder eine andere Art zu wählen.

Die Baustelle ist die halbe Arbeit
Mitten in der Stadt entscheidet die Logistik über den Erfolg. Straßensperrungen und Halteverbote müssen beantragt und terminlich abgestimmt sein, Anlieferung und Kraneinsatz brauchen ein Zeitfenster, und ringsherum läuft der Betrieb weiter: Fußgänger, Radfahrer, Anlieferung der Geschäfte, Rettungswege.
Das lässt sich nicht improvisieren, sondern nur mit Erfahrung planen. Wir arbeiten mit eigenem Gerät und eigenem Personal, sprechen die Abläufe vorher mit allen Beteiligten ab und richten die Baustelle so ein, dass sie so kurz und so verträglich wie möglich bleibt.

Substrat und Stammschutz – das Unsichtbare zählt
Was nach der Pflanzung niemand mehr sieht, entscheidet über die nächsten Jahrzehnte. Ein tragfähiges, wasserführendes Substrat hält den Wurzelraum offen, statt unter Last zusammenzudrücken. Aus unserem eigenen Erdenwerk kommt dafür geprüfte Ware in gleichbleibender Qualität.
Oberirdisch geht es um Schutz: Stammschutz gegen Anfahrschäden und Sonnenbrand an der jungen Rinde, saubere Verankerung, und eine Einfassung, die den Wurzelbereich vor Tritt und Verdichtung bewahrt. Diese Details kosten wenig und retten Pflanzungen.

Pflege muss stattfinden – von wem, ist zweitrangig
Eine Pflanzung ist mit der Fertigstellung nicht fertig. Gießen, düngen und Schädlinge im Blick behalten – das muss über die ersten Jahre verlässlich passieren, sonst war die beste Pflanzung umsonst. In der Stadt gilt das noch stärker als im Garten, weil sich Trockenheit und Hitze dort schneller rächen.
Uns ist dabei ehrlich gesagt weniger wichtig, wer das übernimmt. Ob eigener Bauhof, ein Hausmeisterdienst, die Stadtgärtnerei oder wir – entscheidend ist, dass es überhaupt und fachlich richtig geschieht. Wir übergeben deshalb zu jeder Pflanzung konkrete Pflegehinweise, sagen, worauf in welchem Jahr zu achten ist, und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Wenn Sie die Betreuung abgeben möchten, übernimmt sie unser Pflegeteam gern dauerhaft.
Zum Nachlesen und Weitergeben gibt es unsere Pflegeanleitungen kostenlos als PDF – von der Bewässerung über Gehölzschnitt bis zu Stauden.
Grünraum in der Stadt gehört nicht nur den Pflanzen
Wo in der Stadt etwas wächst, zieht es Leben an: Insekten und Wildbienen finden Nahrung, Ameisen und Kleintiere suchen Lebensraum, in Hochbeeten und Pflanzkübeln richten sich auch Mäuse ein. Das ist erwünscht – es ist der eigentliche Sinn von Stadtgrün – und will beim Aufbau mitgedacht werden.
Gleichzeitig teilen sich viele Menschen dieselbe Fläche. Hundeurin bringt Salze und Stickstoff punktuell in den Wurzelbereich, Abfall landet im Beet, und beliebte Wege werden abgekürzt, bis der Boden verdichtet ist. Dagegen hilft keine Beschilderung, sondern Planung: robuste Pflanzenwahl, sinnvolle Einfassungen, Wege dort, wo die Leute ohnehin gehen. Das ist die eigentliche Aufgabe – und wir begleiten Kommunen dabei gern.

Für Kommunen, Verwaltungen und Gewerbe
Wir planen, pflanzen und pflegen im städtischen Umfeld – vom einzelnen Straßenbaum über Pflanzbeete und Hochbeete bis zur Grünanlage. Wenn Planung und Ausführung getrennt ausgeschrieben sind, arbeiten wir genauso zusammen: als ausführender Betrieb, als beratende Stelle bei der Substrat- und Artenwahl oder für die Betreuung nach der Fertigstellung.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigen die Bilder unten: Pflanzarbeiten am Münchner Karlsplatz (Stachus) – Anlieferung mit dem Ladekran mitten im Fußgängerbereich, Substrateinbau in die Steintröge, Bepflanzung mit Gräsern und Stauden, alles im laufenden Betrieb einer der belebtesten Innenstadtlagen Deutschlands.
Sprechen Sie uns früh an. Die meisten Probleme in der Stadt entstehen nicht bei der Pflanzung, sondern bei Entscheidungen, die vorher getroffen wurden – bei Wurzelraum, Substrat und der Frage, wer nachher gießt.
Dazu passend: Bäume & Großbäume · Staudenpflanzung · Dachbegrünung auf innerstädtischen Gebäuden · Unsere Arbeit in München · Naturfreibad für Gemeinden · Für GaLaBau- & Tiefbau-Betriebe
Zwei gebaute Beispiele
Die „Marina Monaco" in München-Schwabing-Freimann ist ein Schwimmteich mit über 500 m² Wasserfläche – mitten im Industriegebiet, angelegt als Zwischennutzung für fünf Jahre. Danach entsteht dort ein Stadtquartier. Das Projekt erscheint im Callwey-Buch „Landschaftsarchitektur" und zeigt, was temporäres Grün leisten kann: ein kühler, öffentlich zugänglicher Ort, wo vorher eine Fabrikhalle stand.
Dauerhaft, aber genauso öffentlich: das Naturfreibad in Lenggries, das wir gebaut haben und seither pflegen – seit 2003 chemiefrei, betrieben von der Gemeinde.
Wenn Sie für eine Kommune, eine Verwaltung oder eine Projektentwicklung planen: Sprechen wir darüber, auch über Flächen, die nur eine Weile bleiben.
Pflanzen zwischen Tramschienen
Eine Pflanzung mitten in München – zwischen Ampeln, Gleisen und Passanten. Es gibt keinen Ort, an dem Gartenbau weniger Platz hat und mehr auffaellt.
Was hier zu sehen ist: Bäume in Pflanzgefäßen und Gräser auf einer langen Strecke am Straßenzug, dahinter der Justizpalast. Substrat einbauen, wässern, räumen – und das alles im laufenden Betrieb einer Innenstadt, mit Lieferzeitfenstern und einem Lkw, der nicht ewig stehen darf.
Was unsere Rolle war – und was nicht
Der Reihe nach, weil es uns wichtig ist, das richtig hinzuschreiben: Den Auftrag hatte die Baumschule Lorenz von Ehren von einer Kundin. Die Pflanzen hatte die Kundin dort schon selbst ausgesucht. An Beratung, Auswahl und Planung waren wir nicht beteiligt – wir haben den Pflanzauftrag ausgeführt.
Uns hätte es natürlich gefreut, von Anfang an dabei zu sein und mitzuberaten. Aber wir freuen uns genauso, wenn wir später dazukommen und ausführen dürfen. Wir kommen zu jeder Bauphase an Bord – schöner ist es von Anfang an.








Fotos: Benjamin Klopp. Acht von 381 Aufnahmen – ausgewählt sind die, auf denen niemand erkennbar ist.
Weitere Eindrücke: Grün in der Stadt










