
Badefass und Bergblick
Ein Hanggarten von 3.000 m² am Schliersee – terrassiert mit handgeschichteten Kalksteinmauern, mit einem Hot Tub in der Mauer.
| Lage | Schliersee |
| Größe | 3.000 m² |
| Planung | Planung, Bau und Bepflanzung: Fuchs baut Gärten · Terrassierung: handgeschichtete Kalkstein-Bruchsteinmauern · Treppen und Sitzplatz: Granit · Hot Tub: Rojal Standard mit Lärchenholz · Außenküche: Ofyr Island Pro Mobile aus Cortenstahl · Möbel: Weishäupl · fertig 2025 |
| Ausführung | Fuchs baut Gärten GmbH – Gärtner von Eden |
| Fotografie | Benjamin Klopp / frames for good |
| Auszeichnung | Longlist „Gärten des Jahres“ 2027 (Callwey) |
„Ein Hang, ein Panorama, eine Familie. Der Garten gibt jedem seinen Platz – den Kindern die Wiese, den Erwachsenen Whirlpool und Feuer, allen den Blick in die Berge.“
Ein steiler Hang, ein freier Blick auf die Berge, eine Familie mit vier verschiedenen Vorstellungen davon, was ein Garten können muss. 3.000 m² im Bayerischen Alpenvorland – und die Aufgabe, all das unterzubringen, ohne dass die Landschaft dabei verliert.
Die Sicht war von der ersten Minute an das Thema. Sie ist so gut, dass das ganze Konzept sie tragen musste: In jeder Zone des Gartens bleibt das Alpenpanorama erlebbar – auf der Terrasse, im Wellnessbereich, im Obstgarten, im Nutzgarten und dort, wo die Kinder spielen.
Wie man einen steilen Hang gliedert, ohne ihn zu zähmen
Der Hang wurde vollständig neu modelliert. Gehalten wird er von handgeschichteten Bruchsteinmauern aus Kalkstein – handgeschichtet heißt: Stein für Stein gesetzt, über lange Abschnitte, und das war die eigentliche handwerkliche Herausforderung. Dazwischen liegen Findlinge als skulpturale Akzente; sie erinnern daran, dass diese Landschaft von Gletschern geformt wurde.
Die Nutzungszonen sind klar getrennt und über Treppen aus Granit miteinander verbunden. Im oberen Bereich liegt ein runder Sitzplatz aus Granit-Kleinsteinpflaster – der Ruhepol des ganzen Gartens, mit dem weitesten Blick.
Die zweite Herausforderung war Logistik: einen weitläufigen Berghang mit schwerem Material aus Stein und Findlingen zu erschließen. Wer schon einmal gesehen hat, wie ein Findling an seinen Platz kommt, weiß, warum das im Angebot steht. Auf dieser Seite zeigen wir es.
Das Detail, auf das wir am meisten stolz sind, ist das Badefass: ein Hot Tub mit Lärchenholz-Ummantelung, 190 cm Durchmesser, eingebettet in die Kalkstein-Natursteinmauer, mit direktem Blick ins Alpental. Naturstein, Lärchenholz, Bergpanorama – dieser Garten in einem Bild.
Gesellschaftlicher Mittelpunkt der Terrasse ist dagegen etwas auf Rädern: eine Feuerplatten-Kochstation aus Cortenstahl mit Teakholz-Schneidbrett und Holzlager. Offenes Feuer und vollwertige Außenküche in einem Gerät – gekocht, gegrillt und gesessen wird an derselben Stelle. Dazu Sessel von Weishäupl und ein Schaukelgestell aus Robinie für die Kinder.
Pflanzen, die das Voralpenklima aushalten
Robust und trockenheitsverträglich, weil ein Südhang im Voralpenland beides braucht: Salvia nemorosa und die weiße Sorte ‚Alba‘, Lavandula, Nepeta × faassenii und Geranium cantabrigiense als Bodendecker. Struktur geben Panicum virgatum ‚Heavy Metal‘ und Hakonechloa macra, Bewegung bringt Stipa tenuissima in die Böschungen. Hydrangea arborescens ‚Annabelle‘ setzt die weißen Akzente im Halbschatten. Dazu ein Obstgarten mit regionalen Sorten.

Auf der Longlist für „Gärten des Jahres 2027“ des Callwey Verlags. Was dieser Wettbewerb ist und was Longlist bedeutet, steht bei den Auszeichnungen.














