
Wo die Wiese beginnt
Ein Garten im Bayerischen Voralpenland, der keine Grenze zur Landschaft zieht: vom Haus über Bachlauf und Schwimmteich bis in die Blumenwiese. Finalist bei den TASPO Awards 2026.
| Lage | Bayerisches Voralpenland |
| Größe | 2.000 m² |
| Planung | Planung: Valentin Sommer mit dem Fuchs-baut-Gärten-Team · Weiterentwicklung des Gartens: Elisabeth Simon · Bau und Bepflanzung: Fuchs baut Gärten · fertig 2024 |
| Ausführung | Fuchs baut Gärten GmbH – Gärtner von Eden |
| Fotografie | Benjamin Klopp / frames for good |
| Auszeichnung | TASPO Awards 2026 – Finalist „Bestes GaLaBau-Projekt Privatgarten“ |
„Bachlauf, Trittplatten, Senkgarten, Blumenwiese – und immer der Bergblick. Ein Garten mit Biotopteich, Solitärgehölzen und der Stille, in der Schmetterlinge, Grillen und Frösche zuhause sind.“
Der Garten liegt im Voralpenland, eingebettet in weite Blumenwiesen, moorige Niederungen und klare Bäche, mit den Bergen am Horizont. Die Bauherrin wünschte sich keinen Ziergarten, sondern eine natürliche Erweiterung von Haus und Landschaft: ein Ort zum Verweilen, an dem der Blick auf die Berge nicht verstellt, sondern inszeniert wird. Vorher war das Grundstück eine Rasenfläche rund ums Haus, ohne Struktur und ohne Bezug zur Umgebung.
Ein Weg durch den Garten
Die Grundidee: Der Garten zieht keine Grenze zur Landschaft, er geht fließend in sie über, vom Haus bis zur Blumenwiese. Dafür haben wir das Gelände in Ebenen gegliedert. Man beginnt auf dem erhöhten Holzpodest am Haus, wo ein Bachlauf in den Schwimmteich plätschert. Über Trittsteine quert man das Wasser und steht vor einer Wahl: hinab in den Senkgarten, gefasst von Natursteinmauern und dichten Staudenpflanzungen, oder hinaus in die Blumenwiese, wo der Garten in die offene Landschaft übergeht.
Handgelegter Kalkstein
Mauern, Treppen und Trittsteine bestehen aus heimischem alpinem Kalkstein, einem Material, das in der Region seit Jahrhunderten verbaut wird. Er gibt dem Garten seine grobe, unverwechselbare Textur. Die handwerkliche Aufgabe: großer Stein, der trotzdem präzise sitzt. Mehr zu dieser Bauweise unter Mauern & Zäune.
Schwimmteich mit Biotoptechnik
Das Herzstück ist ein naturnaher Schwimmteich, kein chloriertes Becken, sondern ein lebendiges Gewässer mit Biotoptechnik, Trittsteinen im Wasser und einer Gegenstromanlage. Im Wasser blühen Seerosen, am Ufer stehen Schilf und Gräser. Frösche, Libellen und Schmetterlinge haben den Garten längst angenommen. Wie ein Schwimmteich funktioniert, steht unter Schwimmteich.
Stauden, die den Ton angeben
Großflächige Pflanzungen aus Nepeta (Katzenminze) und Perovskia atriplicifolia (Silberblatt) ziehen sich als blauviolette Wolken um den Teich, ergänzt durch Lavendel, Iris sibirica, Alchemilla mollis und Akeleien entlang der Wege. Die Struktur setzen drei Solitäre: eine Felsenbirne am Wasser, ein Zürgelbaum über dem Sitzbereich und im Vorgarten eine markante Bergkiefer. Mehr zur Staudenpflanzung.

Finalist: Bestes GaLaBau-Projekt Privatgarten
Die Jury der TASPO Awards hat diesen Garten in die Endrunde der besten GaLaBau-Projekte Deutschlands gewählt. Bei der Verleihung am 30. Oktober 2026 in Berlin standen wir damit im Finale. Das Porträt der Finalisten finden Sie bei der TASPO, alle Auszeichnungen unter Auszeichnungen.
Die Fotos entstanden im Herbst 2023, mitten in der Bauzeit. Bilder des fertigen Gartens zeigen wir hier, sobald das Buch „Gärten des Jahres 2027“ erschienen ist.












Fotos: Benjamin Klopp / frames for good · TASPO Awards 2026 – Finalist „Bestes GaLaBau-Projekt Privatgarten“
