
Von Balbina Fuchs, Landschaftsarchitektin und Inhaberin · Fuchs baut Gärten, Lenggries · veröffentlicht 16.10.2026
Wenn der Sommerflor vorbei ist, haben Astern ihren großen Auftritt: Von September bis zum ersten Frost blühen sie in Pink, Lila, Violett und Weiß – von der kniehohen Kissenaster am Beetrand bis zur mannshohen Raublatt-Aster im Hintergrund. Und sie sind eine der letzten großen Futterquellen für Bienen und Schmetterlinge im Jahr.

Welche Aster wohin?
Die meisten Herbstastern stammen aus Nordamerika und heißen botanisch heute Symphyotrichum, im Handel aber weiter „Aster“ (BOKU Wien). Für den Garten sind vor allem fünf Gruppen wichtig:
- Kissenastern werden 30 bis 50 Zentimeter hoch und sind ideal für den Beetrand an sonnigen Stellen.
- Bergastern (Aster amellus) sind heimisch, 30 bis 50 Zentimeter hoch, violett mit gelber Mitte, und mögen es sonnig, eher trocken und kalkhaltig – gut für Kiesbeete (BOKU Wien).
- Myrtenastern tragen unzählige kleine Blüten an 80 bis 120 Zentimeter hohen Trieben und passen in naturnahe Pflanzungen.
- Raublatt-Astern und Glattblatt-Astern sind die Großen: bis etwa 1,20 Meter, manche Sorten noch höher, mit Blüte bis zum ersten Frost (Sächsische Gartenakademie).
Für den Halbschatten unter Gehölzen gibt es die weiße Waldaster, die schon ab August blüht.

Bewährte Sorten in Pink und Lila
Welche Sorten im Garten wirklich halten, was sie versprechen, prüft der Arbeitskreis Staudensichtung über Jahre an mehreren Standorten. Eine Auswahl mit den Noten „ausgezeichnet“ (*) und „sehr gut“ ():
- Niedrig, für den Beetrand: Kissenaster 'Rosenwichtel' (lilarosa, 20 bis 30 cm) , 'Herbstgruß vom Bresserhof' (lilarosa, 40 cm) , 'Zwergenhimmel' (hell blauviolett, 40 bis 50 cm) , Bergaster 'Veilchenkönigin' (dunkelviolett, 50 bis 60 cm) .
- Mittelhoch, luftig: Myrtenaster 'Lovely' (hell rosalila) und 'Pink Cloud' (violettrosa) .
- Hoch, für den Hintergrund: Raublatt-Aster 'Alma Pötschke' (leuchtend pink, 80 bis 120 cm) , 'Barr's Pink' (violettrosa, bis 160 cm) , 'Violetta' (dunkelviolett) sowie Glattblatt-Aster 'Karminkuppel' (purpurrosa, sehr standfest) .
Damit Astern gesund bleiben
- Standort: sonnig. Raublatt-Astern brauchen frischen bis feuchten, nicht zu nährstoffreichen Boden, sonst kippen sie leichter um (BOKU Wien). Glattblatt-Astern wollen es nährstoffreicher und gleichmäßig feucht, mit Kompost im Frühjahr.
- Mehltau: Raublatt-Astern gelten als gut mehltauresistent; Glattblatt-Astern sind bei trocken-warmem Wetter anfälliger (Sächsische Gartenakademie). Wer Mehltau vermeiden will, greift zu Raublatt-Astern oder zu Sorten mit guter Sichtungsnote.
- Teilen: Hohe Astern alle paar Jahre aufnehmen und teilen, sonst vergreisen sie in der Mitte.
- Pflanzzeit: Bergastern pflanzt man in rauen Lagen mit nasskalten Wintern besser im Frühjahr – das gilt auch bei uns im Oberland.
Schön kombiniert

Raublatt-Astern verlieren unten früh ihre Blätter. Hohe Fetthenne davor und Ziergräser daneben verdecken das und sind ideale Partner (Sächsische Gartenakademie) – das Titelbild zeigt genau diese Kombination. In naturnahen Beeten passen Astern auch zu Kokardenblumen und Gräsern, wie oben. Herbstastern mit Kürbis zeigt unser Kürbis-Beitrag. Wie wir solche Herbstbeete planen, steht unter Staudenpflanzung.
Fotos: Balbina Fuchs
Kurz beantwortet
Wann blühen Astern?
Welche Astern bekommen keinen Mehltau?
Wie hoch werden Astern?
Sind Astern gut für Bienen?
Was möchten Sie wissen?
Ihre Frage ist hier nicht beantwortet? Schreiben Sie uns – wir antworten persönlich. Gute Fragen greifen wir manchmal in einem neuen Beitrag auf, natürlich ohne Ihren Namen.
Mehr aus dem Ratgeber
Jeden Donnerstag beantworten wir hier eine Frage aus dem Garten – oft eine, die uns Kundinnen und Kunden stellen.



