
Ein neues Ortszentrum für Iffeldorf
Bürgergarten, Spielplatz und die Flächen am Rathaus – drei Projekte, die zusammen einen Ortskern ergeben, in dem sich Leute hinsetzen.
| Lage | Iffeldorf, Landkreis Weilheim-Schongau |
| Größe | Rathausplatz, Bürgergarten und Kinderspielplatz |
| Planung | Planung, Bau und Pflege: Fuchs baut Gärten · Bauherrin: Gemeinde Iffeldorf · eingeweiht am 1. Juni 2024 |
| Ausführung | Fuchs baut Gärten GmbH – Gärtner von Eden |
| Fotografie | Benjamin Klopp / frames for good |
| Auszeichnung | Im Callwey-Buch „Landschaftsarchitektur“ 2026 |
„Drei Dinge, die man auch einzeln hätte bauen können – zusammen gedacht ergeben sie einen Ortskern.“
Drei Projekte, ein Ortskern: neben dem Rathaus ein Bürgergarten, gleich daneben ein Kinderspielplatz, dazu der Platz und die Pflanzflächen am Rathaus selbst. Eingeweiht am selben Tag wie der Friedhof – am 1. Juni 2024, im Dauerregen.
Der Partnerschaftsgarten
Der Bürgergarten hinter dem Rathaus heißt „Partnerschaftsgarten Châteaubourg“, nach der französischen Partnergemeinde. In seiner Mitte steht auf einer Stele der Granitapfel, den Iffeldorf zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft geschenkt bekam. Dazu Bänke, Tische und Stühle – unter anderem, damit sich hier die Nachbarschaftshilfe treffen kann – und eine Blumenwiese, die laut Bürgermeister noch ein Jahr braucht, bis sie in ihrer ganzen Pracht dasteht.
Finanziert wurde der Garten wesentlich aus dem Preisgeld für das „Gütesiegel Heimatdorf“ (Merkur, 3. Juni 2024).
Spielplatz und Sonnenacker, verbunden durch Regenwasser
Die Spielgeräte sind aus Robinienholz – das hält draußen lange und sieht dabei gut aus. Das Beste ist der Matschplatz: Dort sammelt sich Regenwasser, mit dem die Kinder bauen – und mit dem der benachbarte „Sonnenacker“, der Gemeinschaftsgarten, bewässert wird.
Wie so etwas in der Wirklichkeit läuft, zeigt genau diese Stelle: Am Anfang haben die Kinder so begeistert gematscht, dass für den Gemeinschaftsgarten zu wenig Wasser übrig blieb. Die Leitungsführung wurde geändert, jetzt reicht es für beides. Die Anwohner waren in die Planung einbezogen.
Was am Platz selbst passiert ist
Um das Rathaus liegen jetzt Natursteinmauern mit Staudenpflanzungen und Lavendel, Wege aus Kleinsteinpflaster, Bäume und Granitblöcke als Sitzplätze. Das Ziel war nicht Repräsentation, sondern dass sich Leute hersetzen. Was dafür in Gemeinden nötig ist, steht unter Grün in der Stadt.
Der Bürgermeister nennt die Kombination aus Rathausgarten, Sonnenacker und Spielplatz ein „schönes Ensemble“ für alle Bürger. Uns gefällt daran, dass drei Dinge zusammen gedacht wurden, die man auch einzeln hätte bauen können. Beide Anlagen stehen im Callwey-Buch Landschaftsarchitektur 2026. Den Friedhof derselben Gemeinde zeigen wir hier.













